Bürgerschaftliches Engagement ist der selbstbestimmte und zielgerichtete Einsatz für nachhaltige Verbesserungen sowohl im persönlichen Lebensumfeld als auch im Gemeinwesen. Es reagiert auf individuelle und gesellschaftliche Herausforderungen und versteht sich als Ergänzung zu staatlichem Handeln.

Bürgerschaftliches Engagement, auch „Freiwilligenarbeit”, „politisches oder soziales Engagement“ genannt, beruht auf dem Prinzip der freiwilligen (Hilfe-)Leistung ohne Erwartung einer Gegenleistung.

Bürgerschaftliches Engagement kann in einer Umweltschutz-, Menschenrechts- oder anderen karitativen Organisation, aber auch bei Privatpersonen geleistet werden und bedeutet einen konkreten, praktischen Einsatz von Zeit, Geld oder Sachmitteln für die gemeinsamen Ziele. An erster Stelle ist bürgerschaftliches Engagement jedoch eine selbstbewusste Form, für die Gestaltung von Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen.

Unabhängig vom Alter ist es jedem möglich, sich zu engagieren; sei es als Jugendlicher mit Hunden spazieren zu gehen, als Schulabsolvent ein Freiwilliges Soziales oder Ökologisches Jahr (FSJ, FÖJ) zu machen, als Berufstätiger (Social Sabbatical, Pro Bono) in einer NGO mitzuhelfen, als Rentner Kindern Geschichten zu erzählen, beim Fahrrad reparieren zu helfen oder Bäume zu pflanzen. Wer sich aktiv betätigen will, findet etwas, das seinen Fähigkeiten entspricht.

Lebensziele der Engagierten

Bürgerschaftlich Engagierte leisten nicht selten Ungewöhnliches, sind dabei aber meist keine ungewöhnlichen Menschen: Ihre Lebensziele gleichen weitgehend den Lebenszielen des Bevölkerungsdurchschnitts. Dennoch gibt es auch bei diesen Wertsetzungen und Werthaltungen
Akzentuierungen, die sich im inneren Kern der Freiwilligen mit Ehrenamt oder fester Aufgabe in der Regel stärker ausprägen als im Randbereich der weniger fest Gebundenen:

  • Altruistische Neigungen zeichnen die Engagierten häufiger aus als die übrige Bevölkerung. Insbesondere die Angehörigen des engeren Kreises der fest Engagierten legen Wert darauf, für andere da zu sein und Verantwortung zu übernehmen.
  • Engagierte blicken zudem etwas eher „über den Tellerrand“ des Alltagslebens als die nicht Engagierten. Als erstrebenswert erscheinen vielen von ihnen eine gute Bildung und die Teilnahme am kulturellen und politischen Leben.
  • Zusammen damit ist bei ihnen das Interesse, etwas Neues zu lernen, ausgeprägter als bei anderen. Zugleich legen die Engagierten auch in höherem Maße Wert auf einen erfüllenden Beruf sowie auf die Verwirklichung eigener Wünsche und Interessen: Hier gibt es also offenbar verstärkt den Antrieb, die eigenen Lebensumstände gemäß den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
  • Deutlich seltener als anderen geht es den Engagierten dagegen darum, sich viel leisten zu können. Auch im Hinblick auf Genüsse beim Essen und Trinken oder ein gutes Aussehen entwickeln die Engagierten eher weniger Ambitionen nach Status als andere.

Engagement Möglichkeiten im Rheinisch Bergischen Kreis

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