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	<title>Taproot Archive - AMAIDI</title>
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	<description>Weltweiter Partner für soziales Engagement, Corporate Volunteering und Pro Bono Programme</description>
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	<title>Taproot Archive - AMAIDI</title>
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		<title>„Man lernt ständig neu dazu“, Samantha Lee, Geschäftsführerin der Organisation Conjunct Consulting</title>
		<link>https://amaidi.org/2016/03/man-lernt-staendig-neu-dazu-samantha-lee-geschaeftsfuehrerin-der-organisation-conjunct-consulting/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Siebert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Mar 2016 17:39:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Global Pro Bono Summit (GPBS)]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem 4th Global <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Pro Bono</a> Summit in Singapur wollen wir die Bewegung in Asien st&#228;rken und die Chancen sektoren&#252;bergreifender Zusammenarbeit ausloten. Unterst&#252;tzt werden wir dabei von unserem lokalen Partner Conjunct Consulting, der viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung hat. <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Samantha Lee&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Samantha Lee ist Pr&#228;sidentin von Conjunct Consulting. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/samantha-lee/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Samantha Lee</a> ist Gesch&#228;ftsf&#252;hrerin der Organisation. Der diesj&#228;hrige Summit findet zum ersten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://amaidi.org/2016/03/man-lernt-staendig-neu-dazu-samantha-lee-geschaeftsfuehrerin-der-organisation-conjunct-consulting/">„Man lernt ständig neu dazu“, Samantha Lee, Geschäftsführerin der Organisation Conjunct Consulting</a> erschien zuerst auf <a href="https://amaidi.org">AMAIDI</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem 4th Global Pro Bono Summit in Singapur wollen wir die Bewegung in Asien stärken und die Chancen sektorenübergreifender Zusammenarbeit ausloten. Unterstützt werden wir dabei von unserem lokalen Partner Conjunct Consulting, der viel Erfahrung in der Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung hat. Samantha Lee ist Geschäftsführerin der Organisation.</p>
<div class="bluebox1 col50 floatleft">
<h4 class="bodytext">Der diesjährige Summit findet zum ersten Mal in Asien statt – und zwar in Singapur, einem der wohlhabendsten Länder der Welt. Was sind die ganz eigenen Herausforderungen für die Pro bono Bewegung in Singapur?</h4>
</div>
<p class="bodytext">In Singapur ist das Interesse, sich pro bono zu engagieren, unglaublich groß. Allein auf LinkedIn haben 39.235 in Singapur lebende Fach- und Führungskräfte signalisiert, dass sie ihre Kompetenzen gern pro bono zur Verfügung stellen würden. Angesichts der Tatsache, dass es in Singapur nur ca. 2000 gemeinnützige Organisationen gibt, entfallen damit auf jede Nonprofit-Organisation ungefähr 20 Freiwillige! Wir haben also eigentlich keinen Grund uns zu beschweren, aber eine von uns Ende letzten Jahres durchgeführte Umfrage hat ergeben, dass die größte Herausforderung für Nonprofits darin besteht, Freiwillige mit der für sie relevanten Expertise zu finden und ihre eigenen Bedürfnisse sowie die Rolle der Freiwilligen erst einmal klar zu definieren. Das heißt, dass auf der einen Seite zwar ein enormes Interesse daran besteht, sich pro bono zu engagieren, auf der anderen Seite aber noch viel getan werden muss, um die Freiwilligen an die richtigen Stellen zu vermitteln und dem sozialen Sektor beizubringen, wie sie sich dort am besten einsetzen lassen.</p>
<h4>Singapur ist ein kleines Land mit nur fünf Millionen Einwohnern, aber einem rapide wachsenden Pro Bono Markt. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?</h4>
<p class="bodytext">Die Entwicklung bekommt von beiden Seiten des Ökosystems Auftrieb. Zum einen kommen immer mehr Leute zu uns, die ihre Kompetenzen unentgeltlich zur Verfügung stellen wollen – was uns ein rasches, aber organisches Wachstum ermöglicht hat. Zum anderen wird diese Entwicklung in jüngster Zeit aber auch auf nationaler Ebene vorangetrieben, das heißt, die Regierung setzt sich aktiv für die Pro bono Bewegung ein. Meiner Meinung nach muss aber noch viel mehr getan werden, um die hier ansässigen Firmen davon zu überzeugen, dass es sich für sie lohnt, in ein gut strukturiertes Pro bono Programm zu investieren. Bis pro bono für Firmen und Unternehmen die Norm geworden ist, ist es noch ein weiter Weg! Was die Nonprofit-Seite angeht, ist Conjunct Consulting derzeit vor allem damit beschäftigt, die Projekte to prüfen, Freiwillige zu schulen und zu vermitteln und das Projektmanagement für die Nonprofits zu übernehmen – sodass wir im Prinzip wie eine Art Beratungsunternehmen im sozialen Sektor agieren. Wir haben herausgefunden, wie wichtig es ist, dass am Ende für alle Beteiligten ein tolles Ergebnis herauskommt – aber wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann wäre das, dass mehr Nonprofits im Sinne von Capacity Building lernen, ihre Bedürfnisse zu definieren, Freiwillige zu werben und die Zusammenarbeit mit ihnen effektiver zu managen.</p>
<h4>Wo ist der größte Bedarf bei gemeinnützigen Organisationen in Ihrer Region? Welche professionellen Kompetenzen werden von den Freiwilligen angeboten? Und welche Projektvermittlungen bereiten Ihnen die meisten Schwierigkeiten?</h4>
<p class="bodytext">Der größte Bedarf von Nonprofits in Singapur ist in den drei Bereichen Marketing und Kommunikation, IT und Fundraising. Die drei Kompetenzen, die von Fachkräften am häufigsten angeboten werden, sind Strategiemanagement, Führungs- und Personalentwicklung, und Marketing und Kommunikation. Die schwierigsten Projekte sind immer diejenigen, die eine Technikkomponente beinhalten, das heißt, wir haben entweder eine Gruppe von Freiwilligen mit sehr speziellen Kompetenzen oder aber wir haben einen technischen Bedarf – Beispiel: Neugestaltung der Website –, und nicht genug Freiwillige mit den entsprechenden Kompetenzen.</p>
<h4>Mit welchen Herausforderungen sehen Sie sich während des Vermittlungsprozesses konfrontiert? Wer ist leichter zu begeistern – die freiwilligen Fachkräfte oder die NGOs? Und was sind die Gründe dafür?</h4>
<p class="bodytext">Bei Conjunct Consulting legen wir großen Wert darauf, auf beiden Seiten die richtigen Leute zusammenzubringen. Wir interviewen alle Freiwilligen, die bei uns Mitglied werden wollen – zum einen natürlich, um ihre Kompetenzen und ihr zeitliches Engagement einschätzen zu können, aber auch weil wir wissen möchten, was sie sich von der Erfahrung erhoffen und welche Motivation dahintersteckt. Gleichzeitig haben wir auch für die Nonprofits, mit denen wir zusammenarbeiten, einen strukturierten Bedarfsanalyse-Prozess, der es uns erlaubt, nicht nur deren spezifische Bedürfnisse zu identifizieren, sondern auch zu verstehen, wie das Pro-bono-Projekt in die langfristigen Ziele der gemeinnützigen Organisation passt bzw. ob damit das Problem auch wirklich an der Wurzel angepackt wird. Im Grunde wollen wir sicherstellen, dass durch unsere Vermittlungen am Ende sowohl für die Nonprofit-Organisation als auch für die ehrenamtlichen Fachkräfte die beste Wirkung herauskommt; angesichts der Tatsache, dass die verschiedenen Faktoren immer wieder variieren oder in verschiedenen Konstellationen auftreten, kann es manchmal ziemlich schwierig sein, die richtigen Verbindungen herzustellen. Dass wir das gut hinkriegen, verdanken wir auch unserem großen Netzwerk an Nonprofits und Freiwilligen.</p>
<h4>Conjunct Consulting ist von der singapurischen Regierung anerkannt und hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten. Im Vergleich zu Ländern wie Deutschland oder den Vereinigten Staaten gibt es in Singapur sehr viel Unterstützung vonseiten der Regierung für die Pro-bono-Bewegung. Wie kommt das?</h4>
<p class="bodytext">Singapur hat vor kurzem sein 50-jähriges Bestehen gefeiert und da wir eine noch recht junge Nation sind, versucht die Regierung darauf einzuwirken, dass sich die Menschen als Teil der Gemeinschaft und für diese verantwortlich fühlen. Pro bono hat daran einen großen Anteil – denn wenn man schon ca. 90.000 Stunden seines Lebens damit zubringt, seine beruflichen Fähigkeiten immer weiter auszubauen und zu verbessern, dann gibt es doch keinen besseren Weg, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten als diese Fähigkeiten in den Dienst einer guten Sache zu stellen, oder?</p>
<h4>Welche Erwartungen haben Sie an den Summit – vor allem, da er ja bei Ihnen zu Hause stattfindet? Was würde den Summit für Ihre Organisation und für Ihr Land zu einem großen Erfolg machen?</h4>
<p class="bodytext">Für uns ist der Summit eine großartige Möglichkeit, um mit neuen Leuten und Organisationen über die Vorteile von pro bono ins Gespräch zu kommen. Es ist ein fantastischer Anlass, all die unterschiedlichen Akteure der Pro-bono-Szene zusammenzubringen und mit ihnen darüber zu diskutieren, was wir bereits gut machen und was wir noch besser machen können. Wenn wir gemeinsam verstehen, dass man für die Förderung von pro bono einen langen Atem braucht, dass es keine Patentlösungen oder schnellen Antworten gibt, und dass es nur funktionieren wird, wenn wir beständig wachsen und uns auf diesem Weg gegenseitig unterstützen, dann wäre das aus meiner Sicht ein Riesenerfolg für mein Land und meine Organisation.</p>
<p class="bodytext">Natürlich wäre es auch ein Riesenerfolg, wenn ich es schaffen würde, mehr Global Fellows für Chilli Crab zu begeistern!</p>
<h4>Inwiefern kann ein globales Netzwerk eine nationale Organisation wie Conjunct Consulting unterstützen?</h4>
<p class="bodytext">Conjunct Consulting hat durch das globale Netzwerk ungeheuer viel profitiert, vor allem konnten wir dadurch herausfinden, welche neuen Modelle sich im singapurischen Kontext adaptieren lassen könnten. Man lernt ständig neu dazu, und es ist immer wieder toll, sich mit anderen Organisationen auszutauschen, die Verständnis für unsere Herausforderungen haben und unsere Leidenschaft für pro bono teilen.</p>
<h4>Welche Kontakte haben Sie als Mitglied des Global Pro Bono Network bisher geknüpft – und welche soziale Wirkung konnten Sie damit erzielen?</h4>
<p class="bodytext">Antoine (Pro Bono Lab) und Joel (Taproot Foundation) standen uns vor allem in der Anfangszeit als großartige Berater zur Seite. Auch die Zusammenarbeit mit den Asia Pro Bono Fellows war fantastisch, und die Kooperation mit Yan Peng und Susie (Huizeren), Ikuma (Service Grant Japan), Shalabh (iVolunteer) und Ada (Thai Young Philanthropist Network) bei der Durchführung und Veröffentlichung einer regionalen Umfrage über Pro-bono-Trends in Asien war für alle Beteiligten sehr erfolgreich.</p>
<h4>Sie werden auf dem Summit vermutlich einige Organisationen kennenlernen, die in ihren jeweiligen Ländern gerade erst dabei sind, die ersten Programme aufzubauen. Welchen Rat haben Sie für diese Organisationen?</h4>
<p class="bodytext">Indem wir von denen gelernt haben, die den Weg schon vor uns gegangen sind, konnten wir schneller wachsen als das sonst möglich gewesen wäre. Abgesehen davon ist mein Rat sehr einfach – setzt euch hohe Ziele, seid fleißig und gebt nicht auf!</p>
<p class="bodytext"><i>Interview: Maja Heinrich, <a href="http://www.bmw-stiftung.de/menschen-ideen-positionen/bmw-foundation-responsible-leaders/im-interview-samantha-lee/">BMW Stiftung<br />
Pressemitteilung: 4th Global Pro Bono Summit</a> und Zusammenfassung auf <a href="https://storify.com/Taproot/4th-annual-global-pro-bono-summit?utm_content=storify-pingback&amp;utm_campaign=&amp;utm_source=direct-sfy.co&amp;awesm=sfy.co_e0wg7&amp;utm_medium=sfy.co-twitter">Storify</a> </i></p>
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		<title>&#8222;Bei pro bono gibt es keine Standardlösungen.“ Liz Hamburg, CEO der Taproot Foundation</title>
		<link>https://amaidi.org/2015/02/bei-pro-bono-gibt-es-keine-standardloesungen-liz-hamburg-ceo-der-taproot-foundation/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Siebert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Feb 2015 16:58:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Liz Hamburg&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Liz Hamburg ist CEO und Pr&#228;sidentin der US-amerikanischen Taproot Foundation. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/liz-hamburg/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Liz Hamburg</a> ist Chefin der US-amerikanischen Taproot Foundation, die gemeinsam mit der BMW Stiftung zum 3rd Global <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Pro Bono</a> Summit in Berlin eingeladen hat. Beide Stiftungen sind Pioniere der <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Pro bono</a> Bewegung und wollen diese global vorantreiben. Was bedeutet <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>pro bono</a>? <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Pro bono</a> ist lateinisch und bedeutet: f&#252;r das Gemeinwohl. Im Gegensatz zum klassischen Ehrenamt...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>Liz Hamburg ist Chefin der US-amerikanischen Taproot Foundation, die gemeinsam mit der BMW Stiftung zum 3rd Global Pro Bono Summit in Berlin eingeladen hat. Beide Stiftungen sind Pioniere der Pro bono Bewegung und wollen diese global vorantreiben.</h4>
<h4>Was bedeutet pro bono?</h4>
<p class="bodytext">Pro bono ist lateinisch und bedeutet: für das Gemeinwohl. Im Gegensatz zum klassischen Ehrenamt unterstützen Fachkräfte gemeinnützige Stiftungen oder Nichtregierungsorganisationen mit ihren Kenntnissen und Fähigkeiten – und zwar freiwillig und ohne Rechnung. Wenn Sie ein Social-Media-Experte sind, sich mit Buchhaltung auskennen oder wissen, wie man professionell Veranstaltungen aufzieht – irgendwo gibt es mit Sicherheit eine gemeinnützige Organisation, die genau auf dieses Fachwissen dringend angewiesen ist. Und dadurch können Stiftungen und NGOs effektiver ihre Mission erfüllen, also drängende gesellschaftliche Probleme in Bereichen wie Gesundheit, Umwelt oder Bildung angehen.</p>
<h4>Warum suchen Menschen außerhalb ihres Jobs nach Sinnerfüllung?</h4>
<p class="bodytext">Obwohl viele Menschen ihre Arbeit befriedigend finden, erleben wir mehr und mehr, dass sie auch außerhalb ihres Joballtags etwas Sinnvolles tun möchten. Sie wollen der Gemeinschaft etwas zurückgeben und mit ihren Fähigkeiten etwas bewirken. Diese Erfahrung kann ein Schlüsselerlebnis sein und manchmal das ganze Leben verändern. Oft geht es weit über das Pro bono-Engagement hinaus. Viele Experten helfen einer Organisation nicht nur einmalig auf die Sprünge, sondern landen auch langfristig im Beirat oder Kuratorium.</p>
<h4>Wie stemmt man den freiwilligen Einsatz neben Job und Privatleben ohne Burn-out?</h4>
<p class="bodytext">Natürlich passt pro bono nicht zu jeder Zeit in die Lebensplanung, das ist klar. Fest steht jedoch: Menschen schaffen sich Freiraum, wenn ihnen etwas wichtig ist und sinnvoll erscheint. Gerade Pro-bono-Engagement raubt nicht Zeit, es lädt vielmehr die Akkus wieder auf. Zudem sehen Fach- und Führungskräfte einmal, mit wie wenig Geld und beschränkten Mitteln Gemeinnützige auskommen müssen. Bei pro bono gibt es keine Standardlösung. Es gibt Freiwillige, die 1000 Stunden in den Dienst einer guten Sache gestellt haben. Und es gibt welche, die ein einstündiges Online-Coaching oder einen eintägigen Workshop machen.</p>
<h4>Wer ist der typische Pro Bono Berater?</h4>
<p class="bodytext">Vor allem Vertreter der<strong> Generation-Y</strong>, also <strong>jüngere Berufstätige</strong>, die nach Sinnerfüllung außerhalb ihres Jobs suchen. Aber auch Mütter, die wieder in den <strong>Beruf einsteigen</strong> oder <strong>Rentner</strong>, die sich weiterhin engagieren wollen. Pro bono öffnet neue Netzwerke und macht sich nicht zuletzt gut im Lebenslauf. Außerdem ist es eine tolle Chance, den Büroalltag hinter sich zu lassen. Denken Sie an eine Finanzanalystin, die jedes Quartal die gleichen Excel-Tabellen liest. Und dann plötzlich einer NGO dabei helfen kann, Nutzen und Risiken neuer Einnahmequellen abzuwägen. Oder ein Designer, der im Unternehmensalltag seit langem mit den gleichen drei Markenfarben arbeitet – und nun endlich mal wieder aus dem Vollen schöpfen kann.</p>
<h4>Wo ist die Bewegung am stärksten?</h4>
<p class="bodytext">Heutzutage noch in den USA, aber sie verbreitet sich rasend schnell über den Globus. Zum 3rd Global Pro Bono Summit in Berlin kommen Menschen aus 23 Nationen, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen. Nicht zuletzt durch die Vermittlungsplattform Proboneo wächst die Bewegung vor allem in Berlin und Deutschland.</p>
<div class="storify">
<div class="sfy-story"></div>
<h4><img decoding="async" src="http://storify.com/public/img/ratio-5-8.png" width="0" />Der amerikanische Pro-bono-Markt, also der Wert vermittelter Dienstleistungen, wird auf 15 Milliarden Dollar geschätzt.</h4>
</div>
<p class="bodytext">In den USA hat das Ganze eine andere Dimension. Der NGO-Sektor ist hochentwickelt und spielt für alle sozialen Leistungen eine entscheidende Rolle. Freiwilliges Engagement ist in den Vereinigten Staaten sehr populär. Außerdem gibt es eine lange Pro-bono-Tradition im juristischen Bereich. Die Taproot Stiftung hat sich davon inspirieren lassen. Wir arbeiten seit 14 Jahren kontinuierlich daran, diese Tradition auch außerhalb des Rechtswesens zu etablieren. Mich macht es stolz zu sehen, dass andere Länder so schnell aufschließen und unsere Vision global Wirklichkeit werden lassen.</p>
<h4>Wo liegen die größten Unterschiede zwischen Deutschland und den USA?</h4>
<p class="bodytext">Es fängt schon damit an, dass der Begriff pro bono in den Vereinigten Staaten viel bekannter ist. Der Pro bono Markt in den USA ist besser ausgeleuchtet und es gibt verlässlichere Daten über Angebot und Nachfrage. AMAIDI, Proboneo, Startsocial und UPJ gehören zu den erfolgreichen Intermediären in Deutschland, und sie haben gerade erst begonnen. Eine Studie der Consulting-Firma OC&amp;C aus dem Jahr 2013 schätzt den potenziellen Markt für Pro bono-Dienstleistungen in Deutschland auf 520 Millionen Euro.</p>
<h4>Ist ein Pro bono Programm für Konzerne in den USA inzwischen obligatorisch?</h4>
<p class="bodytext">Es ist mit Sicherheit nicht obligatorisch, aber wir halten es für äußerst sinnvoll. Viele Personaler sehen pro bono als hervorragendes Instrument, um ihre vielversprechendsten Führungskräfte zu fördern und Talente zu rekrutieren. Pro-bono-Programme sind im Wettbewerb um die besten Leute ein echter Bonus. Einer Umfrage zufolge schätzen 70 Prozent der Mitarbeiter ihr Unternehmen mehr aufgrund ihrer Erfahrungen mit pro bono („The Dollar Valuation for Pro Bono Service“, CECP &amp; Taproot Foundation, 2009).</p>
<h4>Zum 3rd Global Pro Bono Summit kommen Pro bono Vermittler unter anderem aus Saudi-Arabien, Ägypten und Süd-Korea. Was haben sie gemeinsam, was trennt sie?</h4>
<p class="bodytext">Wir haben alle mehr gemeinsam als uns trennt. Die Teilnehmer eint vor allem der unternehmerische Spirit, engagierte Fach- und Führungskräfte mit gemeinnützigen Organisationen zusammenzubringen. Sie glauben fest daran, dass Bürger, die ihre professionelle Expertise spenden, eine gewaltige Wirkung entfalten können, wenn es um die gesellschaftlichen Probleme eines Landes geht. Dabei gibt es natürlich kulturelle Unterschiede, verschiedene Sozial- und Wirtschaftssysteme und ein vielfältiges Verständnis von bürgerschaftlichem Engagement.</p>
<p class="bodytext"><i>Interview: Maja Heinrich, <a href="http://www.bmw-stiftung.de/menschen-ideen-positionen/bmw-foundation-responsible-leaders/im-interview-liz-hamburg/">BMW Stiftung</a></i></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://amaidi.org/2015/02/bei-pro-bono-gibt-es-keine-standardloesungen-liz-hamburg-ceo-der-taproot-foundation/">&#8222;Bei pro bono gibt es keine Standardlösungen.“ Liz Hamburg, CEO der Taproot Foundation</a> erschien zuerst auf <a href="https://amaidi.org">AMAIDI</a>.</p>
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		<title>&#8222;Nonprofits brauchen mehr Ressourcen&#8220; Aaron Hurst, Gründer von Taproot und Imperative</title>
		<link>https://amaidi.org/2013/02/nonprofits-brauchen-mehr-ressourcen-aaron-hurst-gruender-von-taproot-und-imperative/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Tanja Siebert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 16:08:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Gr&#252;nder von Taproot und Vorreiter der <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Pro bono&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Pro Bono ist f&#252;r uns ein Instrument, mit dem wir Fach- und F&#252;hrungskr&#228;fte in professionelles ehrenamtliches Engagement f&#252;hren. Sie stellen ihre F&#228;higkeiten f&#252;r gemeinn&#252;tzige Organisationen in den Dienst einer guten Sache &#8211; pro bono, also ohne daf&#252;r bezahlt zu werden. Denn die meisten NGOs haben nicht die Ressourcen, um sich die Dienstleistungen von Profis einkaufen zu k&#246;nnen. Generell steht Probono f&#252;r die lateinische Wendung pro bono publico (zum Wohle der &#214;ffentlichkeit). Generell impliziert dies freiwillig geleistete, professionelle Arbeit ohne oder mit stark reduzierter Bezahlung f&#252;r das Gemeinwohl. &#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/probono/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Pro bono</a> Bewegung in den USA, <a class="glossaryLink"  aria-describedby="tt"  data-cmtooltip="&#60;div class=glossaryItemTitle&#62;Aaron Hurst&#60;/div&#62;&#60;div class=glossaryItemBody&#62;Aaron Hurst, Gr&#252;nder von Taproot und Imperative, befasste sich schon Ende des 20 Jhd. mit den Themen Sinnhaftigkeit und Pro Bono.&#60;/div&#62;"  href="https://amaidi.org/glossar/aaron-hurst/"  target="_blank"  data-gt-translate-attributes='[{"attribute":"data-cmtooltip", "format":"html"}]'  tabindex='0' role='link'>Aaron Hurst</a>, &#160;fordert ein Umdenken bei Nonprofits und Wirtschaftsunternehmen: Angesichts der t&#228;glich wachsenden Anspr&#252;che an den gemeinn&#252;tzigen Sektor sollten &#8222;Dienstleistungsspenden&#8220; zur Selbstverst&#228;ndlichkeit werden &#8211; zum beidseitigen Nutzen. Eine gemeinn&#252;tzige Organisation zu leiten ist seit jeher keine leichte Aufgabe, aber noch nie waren...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://amaidi.org/2013/02/nonprofits-brauchen-mehr-ressourcen-aaron-hurst-gruender-von-taproot-und-imperative/">&#8222;Nonprofits brauchen mehr Ressourcen&#8220; Aaron Hurst, Gründer von Taproot und Imperative</a> erschien zuerst auf <a href="https://amaidi.org">AMAIDI</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Gründer von Taproot und Vorreiter der Pro bono Bewegung in den USA, Aaron Hurst,  fordert ein Umdenken bei Nonprofits und Wirtschaftsunternehmen: Angesichts der täglich wachsenden Ansprüche an den gemeinnützigen Sektor sollten „Dienstleistungsspenden“ zur Selbstverständlichkeit werden – zum beidseitigen Nutzen.</p>
<p class="bodytext">Eine gemeinnützige Organisation zu leiten ist seit jeher keine leichte Aufgabe, aber noch nie waren die Herausforderungen so groß wie heute. Angesichts krisengeschüttelter Regierungen, demografischer Umbrüche und zunehmender Globalisierung steigen die Ansprüche an den dritten Sektor täglich. Gleichzeitig wird der Alltag immer komplexer. Nonprofits müssen sowohl online als auch offline agieren. Die Vorschriften werden immer mehr, die Erwartungen von außen immer differenzierter, Transparenz wird immer wichtiger. Darüber hinaus gilt es, den Bedürfnissen einer neuen Generation von Arbeitnehmern Rechnung zu tragen, die höhere Ansprüche an ihre Arbeitgeber stellt. Und selbstverständlich sollen Nonprofits all diese Herausforderungen stemmen, ohne dieselben Mittel dafür einzusetzen, wie sie in der freien Wirtschaft üblich sind. Denn kein Geber möchte, dass sein Geld für Infrastruktur und Verwaltungskosten ausgegeben wird. Damit Nonprofits mit dieser gestiegenen Komplexität besser zurechtkommen, müssen wir sie dabei unterstützen, Pro bono Berater – das können zum Beispiel Designer, Ingenieure, Juristen oder Betriebswirte sein – zu einem verlässlichen und integralen Bestandteil ihrer Personalstrategie zu machen.</p>
<h4>Aaron Hurst auf der Ringvorlesung zum Thema &#8222;Purpose Economy&#8220;</h4>
<p class="bodytext">Unter <i>pro bono</i> – kurz für <i>pro bono publico</i>, „zum Wohle der Öffentlichkeit“ – versteht man heutzutage eine Dienstleistungsspende zur Förderung des Gemeinwohls, oder anders ausgedrückt, eine kostenfreie Dienstleistung, welche einer gemeinnützigen Organisation hilft, ihre Ziele zu erreichen. Zwar spielen Geldspenden im Budget gemeinnütziger Organisationen eine wichtige Rolle, aber viele Nonprofits träumen von mehr als fetten Schecks. Was sie nach eigenem Bekunden wirklich brauchen sind Spendenleistungen zur Stärkung ihrer Organisationsstrukturen: professionelle Expertise vor allem in den Bereichen Marketing, Finanzen, Personal, Rechnungswesen, IT und Strategieplanung. Mit derartigen Kompetenzspenden können sie ihren Personalpool erweitern, ohne die Kosten hochzufahren.</p>
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<div class="csc-textpic-imagewrap csc-textpic-single-image"><img decoding="async" src="http://www.bmw-stiftung.de/uploads/pics/Taproot__statistic.png" alt="" width="500" height="486" /></div>
</div>
<div class="csc-textpic-clear"></div>
<p class="bodytext">Angesichts des steigenden Bedarfs an externen Dienstleistungen bei anhaltender Finanzknappheit werden Pro-bono-Dienstleistungen zunehmend zum Alltag einer Nonprofit-Organisation gehören. Sie kommen dabei in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz – am häufigsten, aber bei weitem nicht nur, in Rechtsfragen. Eine von der Taproot Foundation und FTI Consulting in den USA im Jahr 2011 (natürlich pro bono!) durchgeführte Umfrage machte deutlich, in welchem Umfang Nonprofits Pro-bono-Dienstleistungen in Anspruch nehmen. 60% der Befragten nutzten kostenlose Rechtsberatungen. Als weitere Bereiche nannten sie Marketing (41%), Personalwesen (30%), Buchhaltung und Bürounterstützung (29%), Finanzberatung (27%), IT (27%), Organisationsgestaltung bzw. Coaching (26%) und die Suche nach Vorstandsmitgliedern oder Führungskräften (20%). Laut eines Berichts der amerikanischen Corporation for National and Community Service aus dem Jahr 2008 belaufen sich die jährlich erbrachten Pro-bono-Dienstleistungen auf geschätzte 15 Milliarden Dollar.</p>
<h4>Pro bono ist aber kein Selbstläufer. Damit es funktioniert, sollten die folgenden fünf Grundsätze beachtet werden:</h4>
<ul>
<li><strong><i>Erstens: Kenne und definiere deine Bedürfnisse. </i></strong><br />
Es ist erforderlich, sich proaktiv um Pro-bono-Ressourcen zu bemühen und sich dabei an den jeweiligen Prioritäten der Organisation zu orientieren.</li>
<li><strong><i>Zweitens: Finde die richtige Ressource für die richtige Aufgabe. </i></strong><br />
Damit ein Pro-bono-Engagement von Erfolg gekrönt ist und den jeweils spezifischen Bedürfnissen gerecht wird, müssen die richtigen Personen am richtigen Ort und im richtigen Umfang eingesetzt werden.</li>
<li><i><strong>Drittens: Sei realistisch, was Termine und Fristen angeht.</strong> </i><br />
Man sollte sich gut überlegen, welche Projekte man pro bono angehen kann &#8211; selbst kleine Aufgaben können mehr Zeit in Anspruch nehmen als erwartet und pro bono eignet sich selten für dringliche Anliegen.</li>
<li><i><strong>Viertens: Verhalte dich wie ein zahlender Kunde.</strong> </i><br />
Wenn man von Pro-bono-Beratern wie ein zahlender Kunde behandelt werden will, dann sollte man sich ihnen gegenüber auch von Anfang an so verhalten.</li>
<li><strong><i>Fünftens: Lernen ist keine Einbahnstraße.</i></strong><br />
Ein Pro-bono-Projekt ist ein partnerschaftliches Unterfangen: als gemeinnützige Organisation stellt man Wissen über sich und sein Arbeitsfeld zur Verfügung, während der Pro-bono-Berater seine Expertise (und einen neuen Blickwinkel) einbringt.</li>
</ul>
<p class="bodytext">Zu einem lebendigen gemeinnützigen Sektor im 21. Jahrhundert gehört ein robuster Pro bono Markt. Aus meiner Sicht bedarf es dazu dreierlei: Erstens müssen wir das Angebot erweitern, indem wir die Pro bono Ethik stärker in den Wirtschaftsberufen verankern und Institutionen, angefangen von Firmen bis hin zu Berufsschulen, beim Aufbau von Pro bono Programmen unterstützen. Zweitens müssen wir die Nachfrage ankurbeln, indem wir gemeinnützige Organisationen dazu befähigen, Pro bono Dienstleistungen effektiv und in zunehmendem Maße in Anspruch zu nehmen. Ziel muss es sein, dass Nonprofits diese Ressourcen selbstverständlich und dauerhaft in Anspruch nehmen – wir bei Taproot nennen das „powered by pro bono“. Und drittens müssen wir die Infrastruktur schaffen, damit dieser Markt effektiv und effizient agieren kann. Wir brauchen Qualitätsstandards für effektives Pro bono, ein Anreizsystem, um Firmen mit an Bord zu holen und Netzwerke, die den Einstieg sowie den Technologie- und Wissenstransfer erleichtern. So kann sich ein Markt entwickeln, wie wir es in der Philanthropie beobachten konnten: groß, professionell, transparent und leicht zugänglich für Nonprofit-Organisationen auf der ganzen Welt.</p>
<p class="bodytext"><i>Interview: Maja Heinrich, <a href="http://www.bmw-stiftung.de/menschen-ideen-positionen/bmw-foundation-responsible-leaders/aaron-hurst/">BMW Stiftung</a></i></p>
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