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	<title>Freiwilligen Tourismus Archive - AMAIDI</title>
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		<title>Afrika ist kein Spielplatz für orientierungslose Jugendliche! </title>
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		<dc:creator><![CDATA[Leo@Ghana]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Nov 2017 14:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit ich hier bin habe ich noch keinen anderen Volunteer getroffen, den man hier als Fachkraft einsetzen k&#246;nnte. Man trifft viele junge Erwachsene Volunteers, fast alle aus Deutschland. 99% haben ihr Abitur gemacht und arbeiten hier als Lehrer oder in anderen sozialp&#228;dagogischen Instituten. Qualifiziert ein Abitur jemanden mit traumatisierten Kindern zusammen zu arbeiten und als Lehrer zu fungieren? &#160;Ich glaube nicht.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://amaidi.org/2017/11/afrika-ist-kein-spielplatz-fuer-orientierungslose-jugendliche/">Afrika ist kein Spielplatz für orientierungslose Jugendliche! </a> erschien zuerst auf <a href="https://amaidi.org">AMAIDI</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<section class="l-section wpb_row height_small" id="weiss"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><p>Hallo alle zusammen,</p>
<p>Ich kann mich leider nicht auf das versprochene Thema &#8222;der Schlüssel zu allem liegt in der Kindheit<b>&#8220; </b>konzentrieren. Denn es gibt ein Thema, was in mir, pure Verzweiflung aufkommen lässt. Seit Wochen hängt mir ein Thema zum Halse raus und jetzt platzt mir der Kragen. Also werde ich mich mal an euch auslassen. Ihr hört immer so lieb zu, ohne zu unterbrechen.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></section><section class="l-section wpb_row height_small" id="grau"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h3><b>Es geht um den Voluntourismus! </b></h3>
<p>Zu Beginn muss ich direkt dabei schreiben, dass der Blogeintrag komplett von mir selber kommt und AMAIDI  auf das Thema und das, was ich schreibe, keinen Einfluss hat. Doch ist es mir sehr wichtig, den Unterschied zwischen AMAIDI und anderen Organisationen (ich werde keine Namen nennen) aufzuzählen.</p>
<p>Denn anders als bei den großen Organisationen,  die mit Bilderbuchbildern für die &#8222;freiwilligen Hilfe&#8220; werben, unterstützt AMAIDI mich bei Kritik über das sogenannte Voluntourismus. Denn AMAIDI steht nicht in der Abhängigkeit von BMZ und konzentriert sich auf wirkliche Hilfe.</p>
</div></div><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><p>In einem der letzten Blogeinträge,  habe ich geschrieben, dass hier in Afrika Volunteers benötigt werden. <b>Denn beim Aufbau einer Infrastruktur wird einfach die Hilfe ausgebildeter Fachkräfte benötigt.</b></p>
</div></div></div></div></div></div></div></section><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f3f1ed" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.3"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><section class="l-section wpb_row height_small" id="weiss"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h3><strong>In den drei Monaten, in denen ich hier bin, habe ich noch keinen anderen Volunteer getroffen, den man hier als Fachkraft einsetzen könnte.</strong></h3>
<p>Man trifft viele junge Erwachsene, fast alle aus Deutschland,  die behaupten hier als Volunteer zu sein. 99% haben gerade mal ihr Abitur abgeschlossen und arbeiten hier als Lehrer oder in anderen sozialpädagogischen Institutionen. Doch was ist Abitur für eine Qualifikation?  Es beschreibt doch nur, dass man ein höheren Schulabschluss in Deutschland gemacht hat und 12/13 Jahre lang die Schulbank gedrückt hat. <b>Qualifiziert das jemanden mit traumatisierten Kindern zusammen zu arbeiten und als Lehrer zu fungieren?  </b>Ich glaube nicht.</p>
<p><b>Was würden wir sagen, wenn die afrikanischen Highschool-Abgänger nach Deutschland kommen würden, um dort zu unterrichten und als Personal in unsere Kinderheime, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern oder anderen pädagogischen  Einrichtungen arbeiten würden?</b> Ganz Deutschland würde in einem Protest gegen die Regierung laufen.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></section><section class="l-section wpb_row height_small" id="grau"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h3>Flüchtlinge, die Fachkräfte sind</h3>
<p>Wenn ich an vor 2 Jahren, an die Flüchtlingskrise, zurück denke, kommt mir eine Geschichte in den Sinn.  Damals hatte <b>Luxemburg 81 (glaube ich) Flüchtlinge auf genommen.  Doch nur Flüchtlinge, die Fachkräfte sind! </b>Fachkräfte,  die einem Land dann fehlen, um sich selber zu entwickeln. Lassen wir jetzt mal die Kriegsflüchtlinge raus und nehmen nur die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge. Denn nur diejenigen,  die als Fachkräfte infrage kämen,  können größten Teils bleiben.  Irgendwie doch ein komischer Tausch.</p>
<blockquote>
<p><b><span style="color: #ed6304;">Wir nehmen Fachkräfte auf und schicken Schulabgänger runter.</span> </b></p>
</blockquote>
</div></div></div></div></div></div></div></section><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f3f1ed" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.3"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><section class="l-section wpb_row height_small"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h3><strong>Kurz gesagt,  es gibt nur einen Gewinner! Und der sitzt in Deutschland.</strong></h3>
<p>Verlierer sind diejenigen, die sich bereit erklären zu helfen.  Sich für Chancen Gleichheit einsetzen und ihren Teil dazu beitragen wollen, die Welt zu einem lebenswerteren Ort zu machen. Sie kommen hier runter und sind total frustriert,  da sie sich total überflüssig fühlen. Denn einbringen kann sich keiner. Wir reifen in unser Persönlichkeit unglaublich.  Doch hat das ein nutzen für Afrika? Doch wen muss man den Vorwurf machen?</p>
<p>Ich möchte jetzt gar nicht diejenigen schlecht reden, die als <b>Volunteer</b> hier runter kommen. Denn sie <b>werden damit gelockt,  sich sozial in einem Entwicklungsland zu engagieren. </b> Doch hinter den meisten Projekten und Organisationen steckt einfach nur Kommerz.  Kommerz, der als Charity Work verkauft wird und dann auch noch vom Bundesministerium für Entwicklungszusammenarbeit (kurz BMZ) unterstützt wird.</p>
</div></div><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h5>Schulabgänger sind keine Hilfe für ein traumatisiertes Kind</h5>
<p>Die größten Verlierer sind aber diejenigen, die sich von den Volunteers Hilfe versprechen. Meistens Kinder, die traumatisiert sind. Jemand, der gerade erst die Schule abgeschlossen hat, ist keine Hilfe für ein traumatisiertes Kind. Das weiß das Kind aber nicht und versucht sich jedesmal aufs neue auf jemanden einzulassen,  der gekommen ist um zu bleiben.</p>
</div></div></div></div></div></div></div></section><section class="l-section wpb_row height_small"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><h3><b>Was für mich aber klar ist, das es so nicht weiter gehen kann! </b></h3>
<p>Es steht mir bestimmt nicht zu, über die Machenschaften anderer Freiwilligendienste zu urteilen, aber für mich ist klar, das es so nicht weitergehen kann! Für mich, ist das, was als &#8222;freiwilligen Dienst&#8220; verkauft wird <b>moderner Kolonialismus</b>. In einer globalisierten Welt, wo scheinbar alles möglich ist; wo jeder mit jedem verbunden sein möchte, kann es nicht sein, dass nur die einen die Möglichkeit haben, das auch zu nutzen. Es werden immer wieder nur die einen sein, die gewinnen.</p>
<p>In den Zeiten des Kolonialismus, haben, die unterdrückten Menschen, den Glauben der Eroberer aus Europa, angenommen. Aus diesem Glauben  wird heute die meiste Kraft geschöpft. <b>Für mich irgendwie eine Ironie in sich selber.  Man nimmt den Glauben der jenigen an, die einen versklavt und ausgenutzt haben. </b></p>
<p>Wahrscheinlich  war das nicht ganz freiwillig, doch der Glaube ist heute eine Hauptsäule des Landes.  <b>Die Frage, die sich mir stellt, ist, was können wir den Menschen im Modernen Kolonialismus mit geben? Nur leere Versprechen!  </b></p>
</div></div></div></div></div></div></div></section><!-- Row Backgrounds --><div class="upb_color" data-bg-override="0" data-bg-color="#f3f1ed" data-fadeout="" data-fadeout-percentage="30" data-parallax-content="" data-parallax-content-sense="30" data-row-effect-mobile-disable="true" data-img-parallax-mobile-disable="true" data-rtl="false"  data-custom-vc-row=""  data-vc="8.7.3"  data-is_old_vc=""  data-theme-support=""   data-overlay="false" data-overlay-color="" data-overlay-pattern="" data-overlay-pattern-opacity="" data-overlay-pattern-size=""    ></div><section class="l-section wpb_row height_small"><div class="l-section-h i-cf"><div class="g-cols vc_row via_flex valign_top type_default stacking_default"><div class="vc_col-sm-12 wpb_column vc_column_container"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper"><div class="wpb_text_column"><div class="wpb_wrapper"><p>Liebe Freunde/ Bekannte, Familie und Leser, ich hoffe, ich langweile euch nicht mit meinen Berichten.  Doch <b>diese Probleme sind real. Und ich kann die Augen nicht davor verschließen.  Denn es handelt sich um Menschen mit Namen und Gesicht! </b> Das dürfen wir nicht vergessen.</p>
<p>Vergessen, verschlossene Augen und leere Versprechen gibt es viel zu viele. Es darf nicht soweit komnen, das nächstes Jahr sich wieder tausende Jugendliche auf machen, um was Gutes zu tun. Denn die Konsequenzen tragen diejenigen,  die noch ganz andere Probleme haben.</p>
<p>Ich kann euch nur daran erinnern,  was für ein lebenswertes Leben wir leben. Vergesst das nicht.</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch alles Gute aus Ghana!</p>
<p>Euer Leo</p>
</div></div></div></div></div></div></div></section>
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